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Geldmarkt-ETF · Luxemburg
Derselbe ETF, vier Verwahrer. Die Rendite ist überall gleich — der Unterschied ist die Depotgebühr, die jedes Jahr davon abgeht. Darunter zum Vergleich das Sparbuch und das Girokonto, auf dem nichts passiert.
Kräftiger Balken = Kaufkraft · blasser Anteil = reiner Nominalwert · Rendite p. a. = jährliche Rendite nach Kosten, nominal (darunter real, nach Inflation)
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Rendite minus Inflation — was am Geld wirklich hängen bleibt.—
Kaufkraft, die vom Girokonto verschwindet, wenn das Geld einfach liegen bleibt.—
Vor allem die wegfallende Depotgebühr (0,285 % p. a. inkl. MwSt.), dazu die Unterschiede bei Kauf und Verkauf.—
Aufpreis gegenüber Trade Republic — der Preis dafür, nicht alles bei einem Haus zu stapeln.Swissquote 0,1 % Kauf (min. 14,95 €), kein Depotentgelt. Trade Republic 1 € pro Order, kein Depotentgelt. BGL über Web Banking 0,15 % (Kauf min. 25 €, Verkauf min. 15 €); Depot 0,24 % p. a. zzgl. 14 % MwSt. = 0,2736 % (min. 12 €/Quartal zzgl. MwSt. = 54,72 €/Jahr) für Fonds außerhalb der BNP-Paribas-Gruppe, Tarif ab 1. Juli 2026. BCEE über S-Net 24,50 € pauschal bis 25.000 €, darüber 0,15 %; Depot 0,25 % p. a. zzgl. 14 % MwSt. = 0,285 % (min. 4 €/Monat zzgl. MwSt. = 54,72 €/Jahr). Alle Orders online; der Verkauf am Ende ist eingerechnet, bei der BGL mit eigenem Minimum, sonst zu denselben Gebühren wie der Kauf.
Rendite p. a. neben jedem Balken ist die durchschnittliche jährliche Rendite vom Anlagebetrag bis zum Endwert, also nach allen Order- und Depotgebühren. Darunter steht dieselbe Rendite real, also nach Abzug der Inflation.
ETF-Rendite: Der €STR (29.09.2026: 2,44 %) ist ein Tagessatz auf 360 Tage. Täglich wiederangelegt ergibt er aufs Jahr gerechnet rund 2,50 %. XEON bildet den €STR plus 8,5 Basispunkte ab und kostet 0,10 % — unterm Strich ≈ 2,49 %. Der Vanguard EUR Cash kostet 0,07 %, wird aber aktiv gemanagt und folgt keinem Index; die ≈ 2,43 % sind €STR minus Kosten, also eine Schätzung. Dieselbe Rechnung ergibt für XEON im Jahr 2025 2,22 %, tatsächlich waren es 2,23 %. Der Satz ändert sich mit jedem Zinsentscheid der EZB.
Depotgebühren wachsen mit. Sie werden jedes Jahr auf den gestiegenen Bestand berechnet, nicht auf die Anfangssumme — deshalb ist der Abstand nach zehn Jahren größer als das Zehnfache des ersten Jahres.
Sparkonto: Zins und Kontogebühr frei einstellbar. Luxemburgische Sparkonten liegen typisch zwischen 0,40 und 0,70 %; das beste Angebot am Markt bietet derzeit Fideuram Direct (Intesa Sanpaolo, luxemburgische Lizenz) mit 1,25 % Basiszins. Manche Häuser berechnen zusätzlich eine jährliche Kontoführung — deshalb der zweite Regler.
RELIBI greift beim Sparkonto: Ab 250 € Zinsertrag werden 20 % auf den gesamten Betrag fällig — eine Freigrenze, kein Freibetrag. Bei 0,40 % schnappt sie ab rund 62.500 € Guthaben zu, bei 1,25 % schon ab 20.000 €. Beim ETF entfällt sie: Kursgewinn statt Zinsertrag.
Steuer auf den ETF: keine, solange länger als sechs Monate gehalten. Kursgewinne sind in Luxemburg dann steuerfrei, und ein thesaurierender Fonds schüttet nichts aus, das den Freibetrag für Kapitalerträge verbrauchen würde.
Kaufkraft ist der Endwert geteilt durch die aufgezinste Inflation. Welcher Inflationswert der richtige ist, entscheidet das Ergebnis — deshalb die drei Schnellwahlen. Luxemburg lag im August 2026 bei 3,99 %, aber das ist eine Momentaufnahme nach dem Energiepreisschock. Über zehn Jahre (2016–2025) betrug die Teuerung im geometrischen Mittel 2,5 %, ohne das Ausnahmejahr 2022 rund 1,9 %; die Prognosen für 2026–2031 liegen bei etwa 2,1 %, das EZB-Ziel bei 2,0 %. Für eine Zehnjahresrechnung ist der Durchschnitt der ehrlichere Maßstab als der aktuelle Monat.
Die reale Rendite kippt genau in diesem Bereich: ohne Depotgebühr (Trade Republic, Swissquote) liegt sie bei 2,0 % Inflation bei +0,48 %, bei 2,5 % bei −0,01 % — praktisch null —, bei 3,99 % bei −1,44 % (Trade Republic, 50.000 € über zehn Jahre). Bei den Banken mit Depotgebühr (BGL, BCEE) liegt sie rund 0,3 Prozentpunkte tiefer. Ein Geldmarkt-ETF hält die Kaufkraft also ungefähr — mehr leistet er nicht, und das ist auch nicht seine Aufgabe. Der Abstand zum unverzinsten Konto bleibt in jedem Szenario ähnlich groß.